Schornsteinsanierung
Wann sie nötig ist
14.10.2026
Mit den ersten kalten Tagen werden auch diesen Winter Öfen und Heizungen wieder angeheizt. Der Schornstein leistet dabei Schwerstarbeit, und das merkt man ihm irgendwann an. Im Folgenden erklären wir Ihnen, woran Sie Schäden erkennen, welche Möglichkeiten zur Sanierung es gibt und worauf es bei der Materialwahl ankommt.
Woran Sie erkennen, dass gehandelt werden muss
Starke Rauchentwicklung und unangenehme Gerüche sind erste Warnzeichen. Auch Risse und bröckelnde Fugen am Schornstein sollten Sie ernst nehmen, sowie Flechten und anderen Pflanzenbewuchs. Besonders aufmerksam sollten Sie auch bei gelb-braunen Flecken sein. Sie deuten auf eine Versottung hin: Feuchtigkeit, Teer und Säuren sind in das Mauerwerk eingedrungen. Im schlimmsten Fall steigt dann die Brandgefahr, und auch die Standsicherheit kann leiden.
Weitere Gründe für eine Sanierung
Hartnäckige Rußablagerungen entstehen zum Beispiel durch zu seltene Reinigung, feuchten Brennstoff oder eine falsche Bedienung des Ofens. Bei Schornsteinen, die zwischen 1960 und 1990 gebaut wurden, kann außerdem Asbest im Spiel sein. Das Material ist seit 1990 verboten und gesundheitsschädlich. Seine Entsorgung darf nur eine zertifizierte Fachfirma übernehmen.
Auch eine neue Heizung ist ein häufiger Anlass. Wer auf eine moderne Brennwertheizung oder einen Pelletofen umsteigt, braucht oft einen schmaleren Rohrquerschnitt, sonst fehlt dem Schornstein der nötige Zug.
Meist reicht eine Sanierung statt eines Neubaus
Der gesamte Schornstein muss in den allermeisten Fällen nicht erneuert werden. Üblich ist, ein Rohrsystem in den alten Schacht einzusetzen und an die Heizung anzuschließen. Die Abgase werden dann sicher durch das Rohr geführt. Fertige Bausätze mit Montageanleitung sparen dabei Zeit.
Eine Sanierung dauert in der Regel nur ein bis zwei Tage. Wichtig ist, Längen, Schrägen und den passenden Querschnitt vorab genau zu planen. Bei einer Neigung von mehr als 30 Grad sollten Sie unbedingt Ihren Schornsteinfeger fragen. Er sollte bei jeder Sanierungsmaßnahme einbezogen werden.
Edelstahl, Kunststoff oder Keramik?
Welches Material passt, hängt vom Brennstoff, Heizsystem und dem Verlauf des Schornsteins ab.
- Edelstahl: der Klassiker, für alle Heiztechniken und Brennstoffe geeignet, leicht und als flexibles Rohr auch für verwinkelte Schornsteine gut einsetzbar.
- Kunststoff: günstig, sehr flexibel und leicht zu montieren, geeignet für Öl- und Gasbrennwertgeräte. Für Kaminöfen ist er nicht geeignet, und er verschleißt schneller als die anderen Materialien.
- Keramik: langlebig, säurebeständig und für hohe wie niedrige Temperaturen geeignet. Sie macht einen späteren Wechsel der Heiztechnik einfach. Dafür ist sie teurer, und bei Richtungswechseln im Schornstein kann sie an Grenzen stoßen.
Unser Fazit
Schäden am Schornstein können im schlimmsten Fall lebensgefährliche Folgen haben. Lassen Sie Ihren Schornstein daher regelmäßig prüfen und sprechen Sie vor einer möglichen Sanierung mit dem Schornsteinfeger. Bei der Auswahl der passenden Materialien beraten unsere Fachleute Sie gern. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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