Keine Chance für aufsteigende Feuchtigkeit
Horizontalabdichtung im Mauerwerk
20.08.2026
Immer mehr Kellerräume werden heute als Wohnraum genutzt, wo früher nur Kohle und Kartoffeln lagerten. Die dadurch entstehende, aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk kann allerdings Schimmel, Wärmeverluste und sogar strukturelle Schäden verursachen. Eine nachträgliche Horizontalabdichtung mit Injektionsmitteln ist hier die beste Lösung. Dabei wird eine chemische Barriere im Mauerwerk eingebracht, die das Aufsteigen von Wasser stoppt.
Warum eine Horizontalabdichtung?
Feuchte Wände sind kein rein optisches Problem: Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit zerstört auf Dauer die Bausubstanz. Besonders bei Bestandsgebäuden ist eine Außenabdichtung nach DIN 18533 oft nicht mehr möglich. Hier bietet die Injektionsmethode (z. B. nach WTA-Merkblatt 4-10) eine wirtschaftliche Alternative.
Injektionsmittel: Flüssig oder als Gel
Flüssige Mittel (z. B. Sopro Verkieselung VK 690)
- Wird drucklos oder im Niederdruckverfahren (bis 5 bar) injiziert.
- Bildet durch chemische Reaktion wasserunlösliche Silikate, die die Kapillaren dauerhaft verschließen.
- Eignet sich ideal für Ziegel- oder Kalksandstein.
Gelförmige Mittel (z. B. Sopro Verkieselung Gel)
- Wird ohne Druck in vorgebohrte Löcher eingespritzt und verteilt sich durch Schwerkraft und Diffusion.
- Verflüssigt sich durch Feuchtigkeit im Mauerwerk und bildet eine gleichmäßige Sperre.
So wird’s gemacht: Schritt für Schritt
Vorbereitung
- Mauerwerk freilegen, Schäden (Schimmel, Salze) entfernen.
- Bohrlöcher setzen (bei Gel: 1 Reihe, Abstand ~12 cm; bei Flüssigkeit: 2 versetzte Reihen, 45°-Winkel).
Injektion
- Flüssig: Bohrlöcher reinigen, ggf. mit Sopro BohrLochSchlämme vorfüllen. Trichter einsetzen und nachfüllen, bis das Mauerwerk keine Flüssigkeit mehr aufnimmt.
- Gel: Einfach in die Löcher spritzen, es verteilt sich selbstständig.
Nachbereitung
- Bohrlöcher verschließen.
- Wand vollständig trocknen lassen, bevor weitere Arbeiten (z. B. Putz) erfolgen.
Ein wichtiger Hinweis: Die Horizontalabdichtung stoppt nur aufsteigende Feuchtigkeit. Das Mauerwerk wird dadurch nicht getrocknet.
Flankierende Maßnahmen für maximalen Schutz
Bei stark geschädigtem Mauerwerk reichen Injektionsmittel oft nicht aus. Empfohlene Ergänzungen sind aus unserer Sicht:
- Flächenabdichtung (z. B. mit Sopro TurboDichtSchlämme 2-K TDS 823 oder Sopro ZR Turbo MAXX ZR 618) bis zur Höhe der neuen Sperre.
- Sockelabdichtung mit flexiblen mineralischen Dichtungsschlämmen, falls von außen zugänglich.
Fazit und Veranstaltungstipp
Mit der Injektionsmethode lässt sich eine dauerhafte Horizontalabdichtung einfach und wirtschaftlich umsetzen – ohne aufwendige Außenarbeiten. Flankierende Maßnahmen wie Flächenabdichtungen erhöhen den Schutz zusätzlich.
Unsere Experten beraten Sie bei Fragen zum Thema gern. Und das Beste: Im September 2026 bietet Sopro eine Praxisveranstaltung in Berlin an, bei der Sie klassische Abdichtungsprodukte ganz konkret testen und kennenlernen können.
Für mehr Informationen:
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